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Auf einen Blick: Welche Reissorten gibt es?

Der Reisanbau wird seit mindestens 7.000 Jahren betrieben. Mittlerweile gehören ganze 24 Arten zu der Gattung Reis, die wiederum in mehr als 100.000 Reissorten unterteilt sind. Da kann man schnell den Überblick verlieren!

Die Reispflanze gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und sie begeistert mit ihrer Vielfalt. Ihre Unterarten bereichern die heutige gastronomische Welt und machen Curry, Sushi, Risotto und Milchreis erst möglich!

Damit du die Unterschiede der jeweiligen Reissorten kennst und sie geschickt beim Kochen anwendest, stellen wir hier die gängigsten Reistypen vor. Reissorten unterscheiden sich vor allem in der Länge und Form der Reiskörner. Diese hängen von der Art der Reispflanze und ihrem Herkunftsland ab. Die drei verbreiteten Unterarten sind Langkorn-, Rundkorn- und Mittelkornreis.

Langkornreis

Langkornreis (Indica) wird hauptsächlich in Südostasien, Südasien, Madagaskar, der Karibik und den Südstaaten der USA angebaut. Seine schmalen Körner haben eine Länge zwischen 6 und 8 Millimetern, sind glasig und weiß oder haben einen gelblichen Schimmer. Langkornreis nimmt beim Kochen nur wenig Flüssigkeit auf, wodurch er locker und körnig bleibt. Seine Farbe wird nach dem Garen appetitlich weiß. Zu den bekanntesten Langkornreis-Sorten gehören:

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Basmatireis

Basmati bedeutet auf Hindi „duftend“. Das kommt daher, dass der Reis beim Kochen ein nussig-milchiges Aroma entfaltet. Die Körner sind beinahe gleichlang und kleben nicht. Diese edle Reissorte wird in den Vorgebirgen des Himalajas angebaut und eignet sich hervorragend als Beilage zu Fisch, Geflügel und Meeresfrüchten.

Jasminreis

Mit seinem blumigen Aroma gehört Jasminreis ebenfalls zum Duftreis. Die Reissorte kommt aus Thailand und wird beim Kochen leicht klebrig. Der aromatische Jasminreis hat einen leichten Eigengeschmack und eignet sich bestens als Beilage zu Curry-, Fleisch- und Fischgerichten.

Patnareis

Der wohl bekannteste Langkornreis kommt ursprünglich aus der indischen Stadt Patna, wird heute aber auch in anderen Ländern angebaut. Im Vergleich zu anderen Langkornreissorten hat er einen festen Kern und bleibt auch nach dem Kochen relativ bissfest. Da die Körner nach der Ernte poliert werden, ist diese Reissorte eher nährstoffarm. Um den Nährstoffhaushalt wiederherzustellen, wird Patnareis in den USA nachträglich mit Vitaminen, Eisen und Niacin angereichert.

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Rundkornreis

Ostasien, Arabien, Südamerika und Australien gelten als Hauptanbaugebiete für Rundkornreis (Japonica). Zu dieser Unterkategorie gehören Reissorten, deren Kornlänge weniger als 5 Millimeter beträgt. Ihre Reiskörner haben zudem eine rundliche bis ovale Form und einen weichen Kern. Rundkornreis hat einen hohen Anteil an unlöslicher Stärke (Amylopektin), die beim Kochen an das Kochwasser abgegeben wird. Dadurch wird der zubereitete Rundkornreis klebrig und weich und eignet sich besonders gut für Risotto, Sushi oder Milchreis.

Risotto-Reis

Für Risotto eignen sich stärkehaltige Reissorten wie Arborio, Vialone oder Carnaroli am besten. Sie werden hauptsächlich in Italien angebaut. Beim Kochen werden die Körner nach außen cremig, wobei der Kern bissfest bleibt. Aufgrund dieser sämigen Konsistenz verbinden sich die Reiskörner beim Rühren ideal mit anderen Zutaten.

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Sushi-Reis

Diese Reissorte stammt aus Japan und hat einen süßlichen Duft. Sushi-Reis hat einen besonders hohen Stärkeanteil und somit eine klebrige Konsistenz. Diese macht das Drehen von Sushi-Rollen und Zubereiten von Nigiri-Sushi möglich.

Milchreis 

Milchreis wird hauptsächlich für süße Milchspeisen verwendet. Die in den Körnern enthaltende Stärke macht die Milch, in der sie quellen, dickflüssig, sodass der nahrhafte Reisbrei entsteht. Diese Reissorte wird in den USA, Ägypten, Spanien und Italien angebaut. 

Mittelkornreis

Mittelkornreis (Javanica) wird als eine Varietät innerhalb der Japonica-Unterart gesehen. Die Länge der Reiskörner beträgt 5 bis 6 Millimeter. Gegart sind diese Reissorten weich und leicht klebrig und eignen sich deshalb hervorragend für Paella und Risotto.

Paella-Reis

Paella wird aus dem hochwertigen Bomba-Reis zubereitet, der traditionell in Spanien angebaut wird. Im Vergleich zu anderen Rund- und Mittelkornsorten haben seine Reiskörner einen geringeren Stärkeanteil und bleiben beim Kochen körniger und fester.

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Reistypen nach Verarbeitungsart

Außerdem wird Reis nach dem Grad der Verarbeitung klassifiziert. Das sind die zwei wichtigsten Untergruppen:

Vollkornreis

Vollkornreis, auch Naturreis oder Braunreis genannt, wird bei der Verarbeitung von der ungenießbaren Spelze befreit. Das nährstoffreiche Silberhäutchen und der Keimling bleiben jedoch erhalten, sodass dieser Reistyp als gesünder und aromatischer gilt. Aufgrund der im Keimling enthaltenen Fette ist Vollkornreis nur begrenzt haltbar und eignet sich weniger für Vorräte. Zudem hat er eine längere Kochzeit.

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Weißer Reis

Weißer Reis wird bei der Verarbeitung geschliffen. Die Körner werden gereinigt und die Silberhäutchen vom Reiskorn poliert. Dadurch kommt die weiße, schimmernde Farbe zum Vorschein.
Beim Schleifen der Reiskörner gehen zwar viele Nährstoffe verloren, ihr Geschmack wird jedoch weicher und feiner. zumdem ist weißer Reis länger haltbar und hat eine kürzere Kochzeit als Vollkornreis.

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Rezeptvorschlag

Parboiled Verfahren

Parboiled Reis wird vor dem Polieren dem sogenannten Parboiling-Verfahren unterzogen, welches zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Uncle Ben’s entwickelt wurde.

Original-Langkorn-Reis Kochbeutel

Dabei werden die Reiskörner in warmem Wasser eingeweicht, wobei die wasserlöslichen Mineralstoffe und Vitamine aus dem Silberhäutchen austreten. Anschließend werden sie mittels Hochdruck in das Innere des Reiskorns gepresst und bleiben somit auch nach dem Polieren erhalten. Auch wenn die im Silberhäutchen enthaltene Ballaststoffe beim Schleifen entfernt werden, ist Parboiled Reis dennoch nährstoffreicher als weißer Reis. Parboiled Reis gibt es als geschliffenen Weiß- oder ballaststoffreichen Naturreis.

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